»Ludwig van Beethoven, Hirnbesitzer«

(Beethoven an seinen Bruder Johann, den Gutsbesitzer)

Beethoven kann nicht sterben. Große Veränderungen stehen an, die Romantik steht in den Startlöchern, Robert Schumann ist schon fast erwachsen - und er, Beethoven, liegt todkrank im Bett. Die Zukunft der Musik steht auf dem Spiel! Er läßt Johann Nepomuk Mälzel rufen: kaiserlich musikalischer Hofkammermaschinist, Erfinder des Metronoms und verschiedener Musikautomaten. Er erteilt ihm den Auftrag, eine Maschine zu bauen, die sein Werk posthum fortsetzen soll. Mälzel sagt sofort zu, hat aber noch ein paar Fragen: vermeintlich naiv, aber von hoher musikphilosophischer Sprengkraft. Beethoven antwortet mürrisch, ungehobelt und ebenso amüsant wie erhellend.

Ein Abend über die Wurzeln der Romantik, über Sonaten und Dampfmaschinen, Hegel und Haiti, den Preis der Freiheit, die Kosten der Einsamkeit, über Wein und Kaffee - und über die Sehnsucht der Ichlinge.

»Muß denn ein großer Mann immer tausend Zwerge im Gefolge haben?«

(Schumann über Beethoven)

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